Jeder kennt die manuell hoch- und runterziehbaren Rollläden, die manchmal einigen Kraftaufwand erfordern. Eine gewisse Arbeitserleichterung schafft die elektrische Alternative, die oft eine Zeitsteuerung besitzt.
Rollläden haben gegenüber Vorhängen und Fensterläden einige Vorzüge, darum sind sie heutzutage so weitverbreitet. Vorhänge verdunkeln oft nicht richtig. Sie sind vor allem für Schlafzimmer wenig geeignet, wenn keine weitere Abdeckung für das Fenster zur Verfügung steht. Die traditionellen Fensterläden sind an der Außenwand angebracht, zu ihrer Bedienung muss das Fenster geöffnet werden. Dies ist, vor allem bei Regen, Wind und Kälte, eher unbequem. Aufgrund ihres zumeist nostalgischen Äußeren bleiben die Läden jedoch an Altbauten oft erhalten, damit das optische Gesamtbild des Gebäudes nicht gestört wird.
Rollläden legen sich zwar von außen über das Fenster, können aber von innen bedient werden. So schützen sie, wie die Fensterläden, das Glas bei Wind und Wetter vor Beschädigungen, bieten vollkommenen Sichtschutz und können einen Raum komplett verdunkeln. Ein nur halb heruntergelassener Rollladen lässt noch etwas Sonnenlicht hindurch, verhindert aber weitgehend die Aufheizung des jeweiligen Raumes. Soll ein Fenster für einen gewissen Zeitraum weit geöffnet werden, ohne dass der Sichtschutz völlig aufgegeben wird, kann es sinnvoll sein, die Rollläden "auf Ritze" zu lassen. So findet zwar ein etwas eingeschränkter Luftaustausch statt, doch niemand kann von Weitem in das Zimmer hineinsehen.
Wem manuelle Läden zu schwer zu bedienen sind, dem erleichtern elektrische Rolläden die Arbeit. Außerdem bieten sie den Vorteil, dass sie oft zeitprogrammierbar sind. So kann beispielsweise jeden Abend zur selben Zeit in allen Räumen die Verdunkelung stattfinden, oder aber jedes Zimmer bekommt seine eigene "Nachtzeit" vorgegeben. Besonders praktisch ist dieses System im Urlaub, denn potenzielle Einbrecher können aus unbeweglich verharrenden Rollläden die Abwesenheit der Hausbewohner ablesen. Die elektrisch betriebenen Läden bewegen sich jedoch jeden Morgen und jeden Abend, pünktlich wie immer. Während des Urlaubs ist es jedoch zusätzlich ratsam, hin und wieder beispielsweise den Blumen gießenden Nachbarn durch die Räume gehen zu lassen, um Licht ein- und auszuschalten.
Selbstverständlich hat die elektrische, programmierbare Variante einen höheren Preis, als die althergebrachte. Auch der Einbau ist etwas komplizierter und damit teurer. Zusätzlich verbrauchen elektrische Läden Strom, wenn auch in eher geringem Maße. Die manuell bedienbaren Rollläden sind in der Regel weniger störanfällig, da sie auf einem einfachen System beruhen. Doch auch sie können mal klemmen oder sogar reißen. Bei Stromausfall ist der mit Körpereinsatz bedienbare Laden ohne Weiteres noch zu öffnen, während die elektrische Alternative versagt. Für welche Ausführung bei Neueinbau die Entscheidung fällt, ist oft vom Geldbeutel abhängig: Die meisten Menschen würden tendenziell die elektrisch bedienbaren Rollläden bevorzugen, da sie eher dem modernen Lebensstil entsprechen. Wer allerdings die manuelle Version einbauen lässt, erleidet keine großen Nachteile.