Lästiges Jucken des Kopfes: Mittel gegen Kopfläuse

Der Befall durch Kopfläuse ist eine lästige Erkrankung der Kopfhaut. Einen leichten Befall kann man aber durch gezielte Behandlung schnell wieder loswerden. Bei schwerem Befall hilft oft nur harte Chemie.

Die Kopflaus ist ein Insekt, das zur Familie der Menschenläuse gehört. Diese Familie besteht aus sechs Arten, die sich auf das Leben auf dem Menschen spezialisiert haben. Als Ektoparasit bewohnt die Kopflaus die Kopfbehaarung des Menschen. Sie ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen, lediglich ihre Eier sind als sichtbares Symptom eines Kopflausbefalls auszumachen. Diese chitinumhüllten Nissen besitzen die ungefähre Größe eines Sandkorns. Das Insekt ernährt sich ausschließlich von menschlichem Blut, das es über einen Rüssel zu sich nimmt. Diesen sticht es in die Kopfhaut seines Wirts und spritzt zeitgleich etwas Speichel in die Wunde. Dieser verhindert das Gerinnen des Blutes, was wiederum zu dem unerträglichen Jucken führt, über das betroffene Personen klagen. Bei schwerem Befall kann es durchaus vorkommen, dass sich die Einstichlöcher der Blutsauger entzünden und es so zu unschönen eitrigen Ausschlägen kommt.

Entgegen der landläufigen Meinung ist häufiges Waschen der Haare kein Mittel, um auf den Befall von Kopfläusen zu reagieren. Zwar werden einige Läuse abgetötet, doch ihre Eier, die in Nissen verborgen sind, werden nicht geschädigt oder entfernt. So wird man ohne Hilfsmittel Kopfläuse nicht mehr los. Als bestes Mittel gegen diese Nissen empfiehlt sich der sogenannte Nissenkamm. Mit diesem kann man auch die Nissen aus dem Haupthaar herauskämmen. Des Weiteren sind, bei starkem Befall, insektizidhaltige Shampoos zu benutzen, die die Läuse austrocknen lassen. Doch mittlerweile ist dieses Mittel höchst umstritten, da es, nach neuesten Forschungen, zunehmend Läusearten gibt, die gegen diese Shampoos unempfindlich sind.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Bekämpfungsmethoden, die allerdings teils nur von Ärzten verschrieben werden dürfen und auch nur bei sehr starkem Befall zum Einsatz kommen. So ein Mittel wäre beispielsweise Pedikulozid, ein Läusegift, das bei falscher Dosierung zu Kopfhautschädigungen führen kann. Mit diesem Mittel ist das Abtöten und Entfernen der Läuse sicher, allerdings ist es auch eine sehr zeitaufwendige Prozedur. So muss das Mittel alle acht bis zehn Tage zum Einsatz kommen, da es nur erwachsene Läuse, aber keine Larven und Eier abtöten kann.